Frühling

Liebe Bürgerpostleser,

zu diesem Beitrag haben mich zwei Menschen angeregt, Christiane Willmann aus T.-N.-Schwärzenbach und Thomas Kring aus Hüfingen. Thomas schickte mir Bilder vom Frühlingswald Wutachflühen und meinte, ob ich nicht etwas schreiben wolle. Bei Christiane Willmann war es indirekt, sie fragte am 4. März 2026, ob die Küchenschelle am Zisiberg bei Hondingen schon blühe. Ich schicke Ihr Küchenschellenbilder vom 11. März 2025, dort waren sie in Vollblüte. Dann hatte ich am Freitag, den 6. März kurz Zeit, nachzuschauen.

Daraus entstand der Gedanke, drei Dinge zusammenzuspannen. Zum Zisiberg ist zu sagen, dass er ein kleines Naturschutzgebiet an der Südseite am Waldrand von Hondingen ist, das zum einen durch den Frühblüher Küchenschelle bekannt ist, ich habe sie nicht gezählt, aber es sind einige Hunderte. Es ist eine Augenweide. Neu war mir, dass sie Ihre Blüten bei Bewölkung leicht und bei Dunkelheit voll schließen. Christiane hat es schon gewusst.

Oben ein Schnappschuss mit einer Hummel. Hier kann sie bestäuben und Pollen sammeln. Diese Frühblüher sind sehr wichtig für die frühaktiven Insekten. Später kommen am Zisiberg Orchideen dazu, speziell die kleinen Spinnenragwurze.

Als drittes möchte ich den Laubwald oben auf dem Wartenberg erwähnen, ein Eldorado für einen noch früheren Blüher, den Märzenbecher.

  • Märzenbecher

Märzenbecher von Thomas Kring im Frühlingswald Wutachflühen

Mathias Ebert aus Villingen meinte trocken, „er muss bald in Februarbecher umgetauft werden“. Wie wenn sie gesät worden wären. In Wutachschlucht und -flühen kommt der Märzenbecher ebenfalls sehr häufig vor.

Echter Seidelbast

Echter Seidelbast
Foto: Thomas Kring
in Frühlingswald Wutachflühen

Der Duft vom Seidelbast ist einmalig, man muss unbedingt daran riechen.

Der scharlachrote Kelchbecherling und der Seidelbast sind Charakterpflanzen in diesen Gebieten. Die rote Farbe des Klechbecherlings beeindruckt sehr. Er wächst auf Totholz, was normalerweise nicht zu sehen ist. Man denkt er wächst direkt aus dem Boden heraus.

  • Zinnoberrote Kelchbecherling

Kelchbecherling von Thomas Kring im Frühlingswald Wutachflühen

Das letzte Bild bekam ich wiederum von Karl Wild aus Maichingen. Vielen Dank dafür. Ein Admiral am Winterschneeball. Wer kann sich noch erinnern an den Artikel von 2024 über das Thema? Ergebnis war damals, dass der Wanderfalter Admiral in der Zwischenzeit zunehmend bei uns überwintert und damit kein reiner Wanderfalter mehr ist. Als ich das Bild Dr. Hans-Peter Straub schickte, schrieb er, dass bei im in Königsfeld genau das gleiche zu sehen war. Ein Klimawandelhammer.

Herzliche Grüße
Franz Maus

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