Hüfinger Leuchtturmprojekt zerhäckselt
Es fing alles so schön an! Der Kauf des Hotels Frank durch die Stadt Hüfingen und der im SÜDKURIER am 28.11. vorgestellte strukturierte Projektentwicklungsprozess beginnt mit einem Vernichtungsfeldzug gegen fast 100jährige Bäume die in der Vergangenheit Tieren eine Heimat, Menschen beim Feierabendbier Schatten und als grüne Lunge Staub und Partikel aus der Luft gefiltert haben. Bei dieser Größe mehr als 100 Kilogramm pro Jahr. Während andere Städte solche Oasen erst mal wieder herstellen müssen wird in Hüfingen gesägt. Obwohl noch überhaupt keine Planung zur Nutzung und städtebaulichen Ausgestaltung vorliegt, wurden gesunde Bäume, die sicherlich in das zukünftige Areal mit eingeplant hätten werden können, ohne Grund gefällt. Kein guter Anfang eines Projektes, das eigentlich für Hüfingen ein Leuchtturmprojekt hätte sein können. Und auch, wenn irgendwo eine Ausgleichsmaßnahme als Feigenblatt der Verwaltung durchgeführt wird – 100 Jahre Geschichte sind unwiederbringlich verloren. Kein Ruhmesblatt und sicherlich nicht zum Nachmachen geeignet. Hüfingen sagt Danke für den Verlust einer weiteren grünen Oase im Ort.
Heike Boeke
Das Gashaus zum Bahnhof wurde bereits im Jahr 1897 eröffnet und ging 1930 von Gustav Adolf Fehrenbach an seine Tochter Frieda Maria Frank (03.07.1904-24.02.1945) und ihren Mann Adolf Frank (14.05.1893-?).
Alte Bäume am Frank wurden grundlos gefällt
In der Gemeindratssitzung am 16. Oktober und 20. November ging es um die Projektentwicklung. Der Gemeinderat hat auch einstimmig beschlossen, dass das Hotel abgerissen wird. Damals schon schrieb ich: Ganz gleich, welche Maßnahmen umgesetzt werden, bitte ich darum, die alten Bäume zu erhalten und ihr Umfeld als naturnahe Grünfläche zu gestalten – mit einem Spielplatz im Grünen und einer wilden, naturbelassenen Ecke.
Diese Bitte hat der Bauamtsleiter wohl dahingehend aufgefasst, möglichst schnell Tatsachen zu schaffen. Er hat die Bäume vorsorglich gleich mal fällen lassen.
Der nächste Starkregen wird uns die Quittung dafür geben. Aber dann kann der Bauamtsleiter nach dem Fällen und Versiegelen einer weiteren Lieblingsbeschäftigung , dem Kanalbau, nachgehen. Wir wissen ja, Spitzenabflüsse müssen reduziert werden.



















Ich bin entsetzt darüber wie Hüfingen mit der Natur umgeht.Das war doch nicht notwendig.Wen haben die gestört.Für die zukünftige Gestaltung des Grundstückes wäre das gewiss eine Bereicherung gewesen.